Elektrofahrzeuge

Eine Millionen Elektroautos sollen bis zum Jahr 2020 auf den deutschen Straßen im Einsatz sein. Das ist das Ziel der Bundesregierung, um Leitanbieter und Leitmarkt für Elektromobilität zu werden. Doch ist Elektroauto gleich Elektroauto? Worin unterscheiden sich die elektrischen Hybridautos von den reinen Elektrofahrzeugen? Hier finden Sie die Antworten darauf.

Fahrzeugtypen

Mit dem Elektromobilitätsgesetz (EmoG) als Grundlage fallen unter den Begriff „Elektrofahrzeug“ nicht nur rein elektrische Fahrzeuge (BEV), sondern auch Plug-in-Hybride. Die Bevorrechtigungen die in diesem Gesetz beschrieben werden, dürfen Fahrer eines Plug-in-Hybrids aber nur dann in Anspruch nehmen, wenn bestimmte Bedingungen aus § 2 erfüllt sind.

BEV

Die Abkürzung BEV steht für ein Battery Electric Vehicle, also ein batteriebetriebenes Elektrofahrzeug. Es kann als ein reines Elektrofahrzeug angesehen werden. Nach dem Elektromobilitätsgesetz besitzt das BEV einen Antrieb, dessen Energiewandler ausschließlich elektrische Maschinen sind. Zusätzlich muss der Energiespeicher zumindest von außerhalb des Fahrzeugs aufladbar sein. Beispiele hierfür sind der e-Golf oder auch der BMW i3. Allerdings gilt dies nur, wenn kein sogenannter Range Extender eingebaut ist. Andernfalls wird das Elektroauto als Plug-in-Hybrid bezeichnet.

HEV

Ein Hybridelektrofahrzeug, im englischen als Hybrid Electric Vehicle (HEV) bezeichnet, vereint elektrische und konventionelle Antriebs- und Energiesysteme, welche sich idealerweise ergänzen sollen.Werden die Akkus nur über einen eingebauten Generator geladen, handelt es sich dabei um einen autarken Hybrid, also keinem Elektrofahrzeug nach EmoG. Werden die Akkus dagegen am Stromnetz geladen, wird er als Plug-in-Hybrid bezeichnet. Dabei kann man zwischen drei allgemeinen Hybridisierungsstufen unterscheiden.

Serieller Hybrid

REEV steht für Range Extended Electric Vehicle. Hochleistungsbatterien für Elektroautos sind derzeit noch relativ teuer und haben eine begrenzte Kapazität. Um eine höhere Reichweite des Fahrzeugs zu erreichen, können weitere Aggregate, sogenannte Range Extender, eingebaut werden. Beispielsweise kann dies ein kleiner Verbrennungsmotor sein. Dieser Motor treibt einen Generator an, um während der Fahrt die Traktionsbatterien aufzuladen. Die mechanische Energie des Verbrennungsmotors wird demnach nicht direkt zum Antrieb der Räder genutzt, sondern in einem Zwischenschritt in elektrische Energie und danach wieder in mechanische Energie umgewandelt, was sich auf den Wirkungsgrad des Systems negativ auswirkt. Es handelt sich hierbei um einen seriell angeordneten Hybridantrieb.

 

 

Paralleler Hybrid

Elektromotor und Verbrennungsmotor wirken gemeinsam auf den Antriebsstrang, die Kräfte und Drehmomente sind in mindestens einem Betriebszustand gleichzeitig vorhanden. Vorteil hiervon ist die kleinere Auslegung der beiden Motoren, wodurch Kosten, Bauraum und Fahrzeuggewicht im Vergleich zu einem konventionellen Antrieb mit gleicher Antriebsleistung, verringert werden können.

 

 

 

Misch-Hybrid

Der Verbrennungsmotor kann, je nach Fahrprofil und Betriebsart, mit dem verbauten Generator die Traktionsbatterie aufladen oder auch direkt mit der Antriebswelle gekoppelt werden. Im ersten Fall dient er als Range Extender bzw. arbeitet im seriellen Betrieb, im zweiten Fall arbeitet er im parallelen Betrieb. Die Betriebsarten können über eine Kupplung umgeschaltet werden.