solid - newsletter Nummer 389
Ausgabe 11/10 vom 23. Juli 2010

 
       
  N-ERGIE Aktiengesellschaft, infra fürth gmbh, Erlanger Stadtwerke AG, Stadtwerke Schwabach GmbH und die Stadtwerke Ansbach GmbH

  1. MAP-Mittel wieder freigegeben
  2. Energiesparer in Nürnberg
  3. Europa auf gutem Weg im Klimaschutz
  4. Öl könnte deutlich teurer werden

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MAP-Mittel wieder freigegeben




(SOE) Am 07. Juli hat der Haushaltsausschuss die seit Anfang Mai gesperrten Mittel für das Marktanreizprogramm wieder freigegeben. Damit können für das restliche Jahr 115 Mio. € für die Förderung von Erneuerbaren Energien am Wärmemarkt eingesetzt werden.  Es wurde auch eine Mittelbereitstellung bis 2014 beschlossen, die sich allerdings von 380 Mio. € in 2011 auf 340 Mio. € 2014 reduzieren wird. Ob sich damit eine ausreichende Steigerung des Anteils Erneuerbarer Energien am Wärmeverbrauch erreichen lassen wird bleibt abzuwarten.


Seit 12. Juli können neue Anträge gestellt werden, allerdings wurden die Förderbedingungen neu geregelt. So werden z.B. Solarkollektoren nur noch gefördert wenn Sie auch zur Heizungsunterstützung dienen. Eine reine Warmwasserbereitung wird nicht mehr gefördert. Solarkollektoranlagen die die Innovationsförderung beantragen, dürfen aber auch weiterhin zur Trinkwarmwassererzeugung eingesetzt werden.
Auch weitere Technologien wie z.B. luftgeführte Pelletöfen, Scheitholzvergaserkessel sowie wenig effiziente Wärmepumpen werden nicht mehr gefördert. Auch das Förderprogramm für Mini-KWK Anlagen bleibt weiterhin ausgesetzt. Für den gesamten Neubaubereich wird keine Förderung über das BAFA möglich sein.
Die vor dem Programmstopp am 03. Mai eingereichten Anträge werden zuerst und noch nach den alten Förderbedingungen bearbeitet. Wer seinen Antrag nach dem 03. Mai gestellt hat muss einen neuen Antrag stellen, der dann nach den neuen Förderbedingungen geprüft wird.


Wer mehr zu dem Thema lesen möchte kann dies hier oder hier tun.


Eine Übersicht der neuen Förderbedingungen die vom BSW zusammengestellt wurde kann man hier bekommen.



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Energiesparer in Nürnberg





Die Teilnehmer am Energiesparpreis 2010
Quelle: kommunlaes Energiemanagement der Stadt Nürnberg

(SOE) Am 07. Juli wurden die Energiesparpreise der Stadt Nürnberg verliehen. Der Preis wird aus den Vergütungen von  stadteigenen Photovoltaikanlagen finanziert und wird bereits zum fünften Mal verliehen. Der Preis ist ein Anreiz für die Dienststellen und Eigenbetriebe der Stadtverwaltung möglichst viel Energie zu sparen.


Die diesjährigen Gewinner sind:
1.)    Der Tiergarten Nürnberg
2.)    Das NürnbergBad
3.)    Das Pädagogisches Institut


Die Gewinner haben sich durch einen besonderen Einsatz in den Bereichen Wärmeeinsparung, Stromeinsparung sowie Wassereinsparung ausgezeichnet. Die Erfolge sind durch investive Maßnahmen wie z.B. eine Heizungserneuerung mit Holzhackschnitzeln oder die Optimierung der Nachtabstellung der Überlaufrinne im Hallenbad erreicht worden. Zusätzlich wurden aber auch organisatorisch Veränderungen vorgenommen wie z.B. ein regelmäßiges Ablesen der Zählerstände oder die Einbindung der Mitarbeiter unter anderem über ein Vorschlagswesen.


Wer mehr zu der Preisverleihung lesen möchte kann dies hier tun



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Europa auf gutem Weg im Klimaschutz





Quelle: www.eea.europa.eu

(SOE) Europa ist auf dem Weg die selbstgesteckten Ziele zur Reduktion der CO2 Emissionen zu erreichen. Gegenüber dem Referenzjahr (meist 1990) wurden in den älteren Mitgliedsstaaten (EU-15) in 2008 ca. 6,9 % weniger Emissionen verursacht. Damit ist das Ziel, bis spätestens 2012 eine Reduktion um 8 % zu erreichen im Bereich des Möglichen. Längerfristig gelten auch weiterhin die Ziele bis 2020 eine Reduktion um 20 % zu erreichen um bis 2050 eine Reduktion der Treibhausgasemissionen zwischen 80 und 95 % zu ermöglichen.


Nimmt man die neuen EU-Mitglieder in Berechnung mit dazu (EU-27), so wurde sogar eine Reduktion um 11,3 % erreicht. Allerdings ist dies nicht nur auf Effizienzsteigerungen und den Zuwachs der Nutzung Erneuerbarer Energien zurückzuführen, sondern zu einem großen Teil auch dem wirtschaftlichen Abschwung sowohl im letzten Jahr speziell, aber auch der Rezession vieler früherer Ostblockstaaten nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion.


Deutschland liegt mit -22,3 % weniger Emissionen gegenüber 1990 an der Spitze der EU-15-Länder, knapp gefolgt von Großbritannien mit -18,6 %. Damit liegt Deutschland bereits 2008 besser als das Ziel im Jahr 2012 21 % weniger Treibhausgase als 1990 auszustoßen. Dennoch emittiert Deutschland absolut gesehen auch weiterhin mit weitem Abstand die meisten Treibhausgase. Mit 958,1 Mio. t emittieren wir weit mehr als der auch hier Zweitplazierte Großbritannien mit 628,2 Mio. t CO2-Äquivalent.

 

 Um das Ziel bis 2020 20 % weniger Treibhausgase zu emittieren erreicht werden kann, sind auch in Zukunft weitere Anstrengungen notwendig. Ohne weitere Maßnahmen würden die CO2-Emissionen nämlich bis 2020 sonst wieder steigen und dann für Europa nur einen Rückgang um insgesamt 6,4 % gegenüber 1990 bedeuten. Nur mit weiteren Maßnahmen zum Klimaschutz lassen sich die bisher gesteckten Ziele erreichen.


Wer mehr wissen möchte kann sich hier, hier und hier informieren.


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Öl könnte deutlich teurer werden





brennende Ölplattform Deepwater Horizon
Quelle: US Coast Guard

(SOE) Durch die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko könnten deutlich höhere Ölpreise auf die Verbraucher zukommen. Sollte di e US-amerikanische Regierung einen Stopp der Tiefseebohrungen verordnen oder auch eine erhöhte Versicherungssumme pro Ölbohrplattform einfordern wäre dies das Ende dieser Art der Rohölgewinnung. Momentan werden ca. 1/3 des weltweite Öls „offshore“ gefördert, allerdings nicht alles davon aus Tiefseebohrungen wie bei der Deepwater Horizon.


Um den weltweiten Hunger nach Öl trotzdem weiterhin zu stillen wäre man dann auf die Gewinnung aus Teersänden z.B. aus Kanada angewiesen wie der US-Ökonom Jeff Rubin in einem Interview mit der österreichischen Zeitung „Standard“ meint. Ölgewinnung aus Teersänden ist aber momentan noch deutlich teurer, weshalbt Rubin mit großen Preisanstiegen in diesem und im nächsten Jahr rechnet.


Unabhängig von den kurzfristigen Förderkosten von Rohöl nähern wir uns aber auch immer näher an die maximale Fördermenge an (sog. Peakoil). Eine genaue Vorhersage des exakten Zeitpunktes ist schwierig, da mehrere Faktoren wie z.B. die Geschwindigkeit der Erholung der Weltwirtschaft in die Berechnungen mit hineinspielen. Dennoch gehen mittlerweile selbst fast alle Ölkonzerne (außer BP) davon aus, dass das Fördermaximum in absehbarer Zukunft liegt.
Die Energy Watch Group, eine etwas unabhängigere Institutionen als die Ölkonzerne selbst, geht in Ihrer neuesten Studie davon aus, dass das Fördermaximum bereits erreicht ist. Die Ölpreise werden also in der Zukunft mit wieder anziehender weltweiter Konjunktur schnell wieder in den dreistelligen Bereich vorstoßen.

 

Wer mehr zu dem Thema lesen möchte kann hier, hier oder hier erste Informationen sammeln.


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