solid - newsletter Nummer 392
Ausgabe 14/10 vom 03. September 2010

 
       
  N-ERGIE Aktiengesellschaft, infra fürth gmbh, Erlanger Stadtwerke AG, Stadtwerke Schwabach GmbH und die Stadtwerke Ansbach GmbH

  1. 6. Solartagung Rheinland-Pfalz
  2. Photovoltaik als Geldanlage noch rentabel?
  3. Für eine Sanierung wird durchschnittlich 312 €/m² ausgegeben
  4. Wie die Photovoltaik den Strompreis senkt

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6. Solartagung Rheinland-Pfalz




(SOE) Am 09. und 10. September findet die 6. Solartagung Rheinland-Pfalz statt. Im Zentralen Neubau des Umwelt-Campus Birkenfeld, Gebäude 9914 in 55769 Hoppstädten-Weiersbach wird über die verschiedenen Nutzungsmöglichkeiten der Solarenergie informiert.


solid ist bei der Tagung nicht nur Unterstützer, sondern stellt auch einen Referenten. Dabei werden wir über die Möglichkeiten der Solarthermie auf Mehrfamilienhäusern berichten. Zielsetzung ist dabei, vor allem über die Finanzierung und die rechtlichen Rahmenbedingungen zu informieren, die es für Vermieter zu berücksichtigen gilt.


Weitere Themen sind unter anderem
- kommunale Eingriffsmöglichkeiten für die Solarenergie
- Solarenergie und Elektromobilität
- solare Groß- und Freiflächenanlagen zur Wärmenetzanbindung


Weitere Informationen zu der Tagung finden Sie auf dem Flyer oder auch direkt bei:
Dipl. Betriebswirt (FH) Marc Wartenphul
Institut für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS)
Umwelt-Campus Birkenfeld
Tel: 06782 17-1568
Fax: 06782 17-1264
E-Mail: m.wartenphul@umwelt-campus.de
Internet: www.stoffstrom.org


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Photovoltaik als Geldanlage noch rentabel?





Quelle: Elektro Schmidt, Wassertrüdingen

(Engeter) Seit dem 1. Juli 2010 erhalten Hauseigentümer, die von Juli bis September 2010 eine Solarstromanlage in Betrieb nehmen, für ihren Strom 13 Prozent weniger als bisher. Ab Oktober 2010 sinkt die Vergütung um weitere 3 Prozent. Eigentümer bekommen nun für jede eingespeiste Kilowattstunde statt 39,14 Cent nur noch 34,05 Cent und ab Oktober 33,03 Cent vom Netzbetreiber. Aufgrund der sinkenden Vergütungssätze stellt sich die Frage, ob die Investition in eine Solaranlage noch lohnenswert ist?


Trotz sinkender Einspeisevergütung bleibt die Investition in Photovoltaikanlagen weiterhin hochrentabel. Das zumindest ergaben die Berechnungen des Finanztests (Stiftung Warentest). Renditen von 5 bis 9 Prozent sind selbst an Standorten mit durchschnittlicher Sonneneinstrahlung möglich. In sonnenreichen Gegenden Deutschlands sind sogar zweistellige Solarrenditen möglich.


Positiv wirken sich unter anderem die drastisch gesunkenen Preise für Solarstromanlagen aus. Nach Angaben des Bundesverbands Solarwirtschaft (BSW) mussten Anleger für eine Komplettanlage im Frühjahr 2010 nur noch rund 2.900 Euro pro kW Leistung, also fast 30 Prozent weniger als zu Beginn des Jahres 2009, ausgeben. In Zukunft ist weiter mit fallenden Preisen zu rechnen.


Besonders lohnenswert für Solaranlagenbesitzer ist es seit dem 1. Juli, möglichst viel des produzierten Solarstroms selbst zu verbrauchen. Eigentümer erhalten bis zu einem Eigenverbrauch von 30 Prozent 17,67 Cent pro kWh. Für jede Kilowattstunde, die darüber hinaus selbst verbraucht wird, zahlt der Netzbetreiber sogar 22,05 Cent. Dazu kommt eine Stromkostenersparnis von zurzeit rund 20 Cent, da man den Strom nicht von seinem Energieversorger kaufen muss.


In unserem Beispiel würde der Mehrertrag

 

17,67 (Vergütung Eigenverbauch) + 20,00 (ihr Netto-Strompreis) - 34,05 (entfallende Einspeisevergütung)= 3,62 Cent/kWh

 

betragen. Bei einem Anteil des eigengenutzten Stroms über 30 Prozent steigt dieser Mehrertrag sogar auf 8 Cent/kWh an. Jede selbst verbrauchte Kilowattstunde bringt dem Eigentümer somit  mehr, als wenn er den Strom ins öffentliche Netz einspeisen würde. Da die Strompreise in der Zukunft eher steigen als sinken werden, verbessert sich dieser Mehrertrag voraussichtlich von Jahr zu Jahr.


Aktuell vergeben Banken Kredite mit besonders günstigen Konditionen z.B. die staatliche KfW-Bank und tragen damit ebenfalls zu geringen Investitionskosten und somit höheren Renditen bei.
Den kompletten Artikel des Finanztests können Sie hier gegen eine geringe Gebühr herunterladen.


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Für eine Sanierung wird durchschnittlich 312 €/m² ausgegeben





Quelle: © Aamon - Fotolia.com

(SOE) Der durchschnittliche Haus- oder Wohnungseigentümers, der hierzulande sein selbst genutztes Haus oder seine Wohnung energetisch saniert, ist knapp 55 Jahre alt, verfügt überwiegend über einen Hochschulabschluss und hat fast 46.000 € in die Modernisierung gesteckt.


Dies ist das Ergebnis einer Studie der KfW Bankengruppe und dem Institut der deutschen Wirtschaft Köln, für die insgesamt über 5.500 Eigennutzer, private Vermieter und Wohnungsunternehmen befragt wurden, die zwischen 2006 und 2009 einen Kredit der KfW in Anspruch genommen hatten.
Wichtige Gründe für eine Sanierung sind unter anderem, eine größere Unabhängigkeit von den Energiepreisen zu erreichen, einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten und die Wohnqualität zu steigern.


Vermieter und Unternehmen setzen dabei zu jeweils ca. 27 % auf den Einbau einer Solaranlage, Selbstnutzer sogar zu 42,5 %. Fast die Hälfte aller privaten Vermieter lässt die Miete nach der Sanierung auf dem gleichen Niveau wie vor der Sanierung oder senkt sogar die Miete. Wohnungsunternehmen erhöhen die Miete im Durchschnitt um 27 %, wobei hier eine große Bandbreite besteht. Die Wohnungsunternehmen geben mit 622 €/m² aber auch fast doppelt so viel für eine Sanierung aus wie die privaten Vermieter und die Selbstnutzer. 

 
Einen weiteren Beitrag zu der Studie können Sie hier einsehen, die gesamte Studie der KfW-Bank kann hier heruntergeladen werden.


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Wie die Photovoltaik den Strompreis senkt





Quelle: © Pixel - Fotolia.com

(SOE) Eine oft geäußerte Kritik an der Photovoltaik sind die höheren Kosten im Vergleich zu Grundlastkraftwerken, die mit Kohle oder Atomkraft laufen. Der Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V. (SFV) veröffentlicht dazu auf seiner Internetseite einen interessanten Artikel, der auf die strompreissenkenden Eigenschaften der Photovoltaik eingeht.


Der Grund dafür, dass Strom aus Photovoltaikanlagen strompreissenkend wirkt, liegt darin, dass dieser hauptsächlich in den Mittagsstunden erzeugt wird. Zur Mittagszeit ist Strom aber am teuersten. Durch den Photovoltaikstrom kann auf Strom aus teuren Spitzenlastkraftwerken wie z.B. Pumpspeicherkraftwerken verzichtet werden.


Zwar wiegt dieser Effekt nicht ganz die Zusatzkosten des Solarstroms auf, doch ist eine einseitige Betrachtung nur der Zusatzkosten des Solarstroms nicht ausreichend für eine Gesamtbewertung. Es müssen auch Effekte wie der gerade beschriebene (Merit-Order Effekt) berücksichtigt werden.
Eine Studie des Fraunhofer Instituts für System- und Innovationsforschung (ISI) für alle Erneuerbaren Energien im Jahr 2006 hat ergeben, dass die Einsparungen z.B. über den Merit-Order-Effekt in etwa den Zusatzkosten für die Erneuerbaren Energien entsprechen.


Und wiederum gilt auch hier: Da das Ziel der CO2-Einsparung alternativlos ist, muss bei einer Kritik an den geltenden Regelungen eine Alternative aufgezeigt werden, die mit geringeren Kosten trotzdem zur Zielerreichung führt. Bei einer notwendigen 100 % Stromversorgung ohne CO2-Emissionen bis spätestens 2050 scheint der Ausbau der Erneuerbaren Energien der günstigste gangbare Weg zu sein.


Wer den Artikel  des Solarenergie-Fördervereins nachlesen möchte kann dies hier tun. Die Studie des Fraunhofer-Instituts ISI kann hier eingesehen werden.


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